Kirchturmdenken-ja bitte

Bröckeln und Faulen - Nein danke

Arbeiter am Dachreiter

 

Soll die Pastorin in Zukunft nur noch mit der Flüstertüte predigen können? Müssen Gottesdienstbesucher oder –besucherinnen in Zukunft eine Taschenlampe mitbringen?

Ganz so schwarz sieht der Schwabstedter Pastor Michael Goltz die Zukunft in den Kirchen des Kirchenkreises Nordfriesland nun doch nicht. Er setzt auf das „Kirchturmdenken“ vieler Menschen in den Gemeinden der Region. Goltz ist Fundraiser im Kirchenkreis an der Westküste.

Zum dritten Mal startet er gemeinsam mit Gemeinden des Kirchenkreises die Aktion „Kirchturmdenken? – Ja, bitte“. 2011 hatte er zum ersten Mal zu dieser Spendenkampagne eingeladen.

Mit Ihren Spenden führten die bisherigen Aktionen zum Erfolg

Kirchenbesucher in Viöl können wieder ungefährdet über den Kirchhof gehen, Breklumer endlich bequem auf den neuen Kirchenbänken sitzen. In den bisher beteiligten Kirchengemeinden konnten alle geplanten und beworbenen Projekte ausgeführt werden. Spenden von insgesamt 240.000 Euro halfen dabei.

Doch an vielen Gebäuden nage noch der Zahn der Zeit, so Goltz. „Jeder Hausbesitzer weiß, dass er in ein Gebäude ab und zu Geld reinstecken muss“, erklärt der Fundraiser des Kirchenkreises. „Eine Kirche ist ein großes Haus. Dazu in der Regel ein Altbau.“ Schimmel und Feuchtigkeit seien kaum zu vermeiden und zersetzten die Substanz von innen. „Da gehen schnell mal ein paar zehntausend Euro weg. Und das nur für das Allernötigste.“ Die Finanzmittel, die den einzelnen Kirchengemeinden jährlich aus Kirchensteuereinnahmen zugewiesen werden können, reichten gerade für kleinere Reparaturen, weiß Goltz zu berichten.

Kirchen sind wahre Kostbarkeiten

Als einen großen Schatz, den die Region habe, sehen die Pröpste Jürgen Jessen-Thiesen und Dr. Kai-Ulrich Bronk die Kirchen in den Dörfern und Städten des Kirchenkreises. „Die Menschen wissen darum, wie wichtig solch ein Haus ist“, erklärt Bronk, „es sei so etwas wie das Herz eines Ortes.“ Kirchen gäben Orientierung, nicht nur geographisch, so der Propst.

Mit ihren Kirchen verfüge die Landschaft zwischen Eider und dänischer Grenze über wahre Kostbarkeiten. Das habe er hier bald entdecken können, bekennt der neue Öffentlichkeitsbeauftragte des Kirchenkreises, Klaus-Uwe Nommensen. Nirgends seien ihm so viele, so schöne und so alte Kirchen begegnet. „Was können diese Gebäude alles erzählen“, staunt Nommensen. „Wie viele Generationen von Menschen haben in ihnen gelacht und geweint, gefeiert oder Ruhe gefunden!“ Zudem könne man in ihnen Heimat- und Kulturgeschichte entdecken.

Finanzielles und ideelles Engagement erhofft

An das Bewusstsein für die Kirche vor Ort knüpft Michael Goltz an. Es sei darum einmal nicht verpönt, auf den eigenen Kirchturm und den dazugehörigen Raum zu blicken. Für die Aktion „Kirchturmdenken? – Ja, bitte!“ sei es ihm darum wichtig, einerseits durch die Spenden wichtige Erhaltungsmaßnahmen zu ermöglichen, andererseits aber auch das ideelle Engagement für die Kirchen zu stärken. Das könne zum Beispiel auch eine Zeitspende sein, ein Anpacken bei notwendigen Maßnahmen.

Nach den Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre glaubt Goltz, dass das Projekt auch dieses Mal gelingen kann. Mauern und Fenster werden dann in einigen Kirchen nicht mehr bröckeln oder faulen, der wertvolle Altaraufsatz werde nicht weiter reißen, Prediger oder Predigerin werden zu verstehen sein, die Lampen werden genug Licht geben, ist der Fundraiser zuversichtlich.

Spendenkonto

IBAN:
DE92 2106 0237 0004 0130 05
BIC:
GENODEF1EDG

Jede Spende erreicht ihr Ziel

Spenden sind aber ab sofort schon möglich. Wichtig ist der Verwendungszweck: Die Stichworte Kirchturmdenken und der Name der begünstigten Gemeinde garantieren, dass das Geld sein Ziel erreicht.

Jede Spende geht zu 100 Prozent an die Kirche, die im Verwendungszweck angegeben wird.

Jeder, der spendet und seine Adressdaten hinterlässt, bekommt automatisch eine Spendenbescheinigung zugesandt.


Briefaktion

Die Mitglieder der beteiligten Kirchengemeinden werden angeschrieben mit den ausführlichen Informationen zu dem jeweiligen Projekt. Auch Artikel in den Gemeindebriefen der jeweiligen Kirchengemeinden weisen auf die Projekte hin.